Andrea Stalder Kirchberg und Sumiswald, Emmental, Hand und Haerz

Mis Frühligsgärtli – Dreams come true

Jetzt wird's und gilt's ernst!
Vom kreativen, geschriebenen, bildhaften Blog zur echten Kleingärtnerin!
Dieser Wunsch oder Traum, oder Wunschtraum - hegte ich schon etwas länger: mein eigenes kleines Gärtchen. Doch um hier noch Bezug zum letzten Blogbeitrag zu nehmen, musste ich doch noch etwas „plangen“ bis es endlich soweit war. Du weisst ja Bescheid, was dieses Wort bedeutet, und nicht, darfst du natürlich zuerst gerne noch eine Seite nach vorne blättern.

Wie du mich bereits kennengelernt hast, weisst du - ich werde natürlich, wie immer, eine Verknüpfung parallel zu meinen Lebensthemen ziehen, auch wenn - oder gerade weil es jetzt in Zukunft in meinem Gärtchen richtig physisch und körperlich zur Sache gehen wird.

Huuuuiii, da fani doch grad diräkt scho afa schwitze!

Damit nicht auch du schon beim Lesen vor lauter Anstrengung Schweissausbrüche bekommst, fangen wir zuerst doch ganz ohne Schweiss und Fleiss (zumindest für dich) mal ganz von vorne an. Du darfst dich auch ruhig zurücklehnen:

Alles hat seine Zeit, alles zu seiner Zeit – auch mein Gärtchen.

Bereits während der Ausbildung war dieser große Wunsch da, doch die Zeit, mir dem auch wirklich hingebungsvoll hinzugeben, war damals nicht einfach, denn so ganz nebenbei habe ich ja während dessen auch noch meine Selbständigkeit, meine berufliche Zukunft aufgebaut.
Ich habe mich sozusagen auf meine eigenen Füsse gestellt, und auf diesen Füssen musst du ja erst einmal lernen zu laufen. Nun darf ich das aber schon das 3. Jahr tun. Zu wissen, wie und wo man steht, mit wem man da steht, wer neben mir steht oder wer mir nur auf meinen Füssen herumtrampelt – das finde ich doch noch etwas sehr essenzielles im Leben!

Was aber natürlich nicht heisst: Wenn man einmal (aufrecht)steht, dann weiß man auch automatisch, wer man ist. Nein, das ist definitiv noch einmal eine gaaaanz andere Sache.

Nun, aber wie finde ich heraus, wer ich bin?
Was ich bewirken möchte? Wo mein Fokus liegen soll? Welche Themen und Therapieansätze ich nun verfolgen und anwenden möchte? Also die Frage, wer bin ich nun (wirklich), als Therapeutin?
Mit einem Abschluss in der Naturheilkunde kannst du so vieles sein - das Feld der Naturheilpraxis und -Praktiken ist riesengross. Aber ich will nicht nur das eine sein. Und gleichzeitig kann ich nicht alles sein. Ich will auch nicht irgendein Trend hinterher jagen oder eine Kopie von XY werden. Ich will …tja was will ich sein?

Alles hat seine Zeit – alles zu seiner Zeit!

So wurde eine kurze Verschnaufpause im November in meiner Praxis - eine kurze, knappe fünf Minuten "Lüfti" Pause - zu einer Gelegenheit, ich öffnete eine soziale Plattformen. Die ich übrigens schon seit Monaten nicht mehr bedient oder geöffnet hatte. Was in dieser kleinen Pause geschah, wurde plötzlich zu einem großen Zufall. Wobei … gibt es denn überhaupt Zufälle?
Gesucht wurde in einer Kleinanzeige in meiner Region jemand, der Freude am Gärtnern habe. Für ein kleines Gärtchen, das ca. Fünf Geh Minuten von meiner Wohnung entfernt gelegen ist.
Du glaubst nicht, wie oft ich vorher schon dort vorbeigelaufen oder spaziert bin, es liegt ja in meinem Wohnort und beim vorbeilaufen mir immer gedacht habe: Irgendwann, irgendwann … mein Traum!
So schaute ich ganz ungläubig auf dieses Inserat. Ich glaube, ich starrte wirklich richtig ungläubig darauf- konnte nicht glauben, was ich da las. Doch mein Kopf meldete sich zuverlässig und blitzschnell mit einer Antwort und einer Analyse dazu:
„Also hier musst du dich garantiert nicht melden. Das hier wollen soooooo viele haben – du wirst hier Chancenlos sein.“
Aber mein Herz sagte in diesem Moment etwas anderes.
Es fasste alle seine Mut zusammen und flüsterte: Mach es. Melde dich und zwar jetzt!
Gesagt, getan – und so nimmt diese Geschichte hier ihren Lauf.

Ja, nun wühle ich seit denn ersten wärmeren Frühlingstage in der Erde. Die ersten Gartenarbeiten habe ich bereits gemeistert, und es macht mir unglaublich viel Freude und Spaß. Selten habe ich etwas so „Erdendes“ und Befriedigendes erlebt. Pures Wohlbefinden für mein Herz, meine Seele und meine Hände.

Die Erde ist nun parat: gelockert und von Unkraut befreit, bereit, schon bald von mir bepflanzt zu werden.
Siehst du die Entsprechung zu meiner eigenen Geschichte? Vom Fundament, auf den eigenen Beinen stehend?
Das Gärtchen ist bereit. Ich stehe auch ganz physisch da. Der Rahmen ist definiert. Die fruchtbare Erde wartet nun darauf, bepflanzt zu werden.
Die Bepflanzung selbst wird jedoch wohl sehr intuitiv geschehen. Ich habe mir in den letzten drei Jahren eine gewisse Freiheit erarbeitet, im Kopf, im Herzen und auch in meinem Handeln – und gerade deshalb gibt es diesbezüglich keinen Druck. Keinen Druck in mir. Und auch nicht beim Finden meiner „Fachrichtung“ in meiner Praxis.
Mein Garten wächst mit mir –
und ich wachse mit meinem Garten.
Mikrokosmos und Makrokosmos.
Wie innen, so außen.
So wie oben, so auch unten.
Für mich ist das gelebte Naturheilkunde. Ich will meinen Patientinnen und Patienten nicht wie einer Predigerin gegenüberstehen und ihnen etwas von Ganzheitlichkeit erzählen – während ich selbst keine wirkliche Verbindung dazu habe.
Ich werde mich selbst in diesen Rhythmen und Lebenszyklen bewegen. Diese Erfahrung zwischen innen und außen machen. Die Entsprechungen der Natur im Mikrokosmos erkennen und die Kräfte des Makrokosmos spüren.

Alles hat seine Zeit – alles zu seiner Zeit!

So spüre ich eine große Verbindung zu Heilpflanzen. Und ich bin mir sehr sicher: Es wird bestimmt die eine oder andere Heilpflanze in meinem Gärtchen wieder zu finden sein. Was es sein wird - das weiß ich auch noch nicht.
Ebenfalls spüre ich eine tiefe Verbindung zu unseren Wurzeln – denn diese haben wir nämlich ebenfalls. Nur hat der Mensch sie nach innen gestülpt. Darmgesundheit ist hier das Stichwort. Hier zieht es mich hin.
Sind die Wurzeln gesund, gedeiht auch die Pflanze.
Die Wurzeln im übertragenen Sinn – unsere Herkunft – sind eine weitere wunderbare Metapher: ein Zeichen für das Umfeld und das Substrat, das uns umgibt. Du siehst auch hier eine Entsprechung.
So bearbeite ich nun langsam mein Gärtchen in diesen wundervollen Frühlingstagen
Rhythmisch, aber in meinem ureigenen Rhythmus, zyklisch – denn es gibt immer mal wieder Auf- und Ab Bewegungen und so gar nichts zu „pressieren“, – dies alles geschieht stets verbunden mit dem großen Ganzen.
Ich werde ein Mal weiter lernen, lernen von und mit der Natur und dabei werde ich auch mich und meine Natur immer besser kennen lernen!

Natürlich werde ich dich hier auf dem laufenden halten was passiert, wo es mich hinzieht und wie alles wächst und gedeiht!
Oder vielleicht auch nicht wächst oder was gefressen wurde oder "abvereckt" ist -denn das gehört ja genau so dazu....
Ob im Kleingärtner-, im Berufs- und auch im "echten" Leben

In diesem Sinn wünsche ich dir wundervolle Frühlingstage 

 

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